Unsere Digitalen Bierverkostungen gehen in eine kurze Sommerpause

Nach insgesamt 16 vom Craftprotz in Trier organisierten digitalen Biertastings, ist es nun einmal Zeit für eine kleine Pause. Und es ist Zeit, Danke zu sagen, dass Woche für Woche eine treue Runde an Bierbegeisterten sich die Zeit genommen hat, uns über Stunden hinweg bei dem zuzuhören, was wir am liebsten machen, nämlich die Bierbegeisterung in die Welt zu tragen. Neben einem Stammpublikum kamen jedes Mal neue Gesichter dazu, es ist schwer zu sagen, wie viele Leute wir insgesamt erreicht haben. Der vergangene Samstag kann noch einmal exemplarisch für die gesamte Reihe betrachtet werden, und wir haben längst noch nicht alle Bierstile vorgestellt, längst noch nicht alle Geschichten erzählt.

Craftprotz Digital Tasting 13

Den Reigen eröffnete ein Bierstil, den wir etwas überraschend nach so vielen Wochen erstmals im Programm hatten. Das Märzen von Lang Bräu aus Schönbrunn im Fichtelgebirge demonstrierte gleich einmal, wie gut man es in Franken versteht, gerade diesen Bierstil zur Meisterschaft zu bringen. Mit prägnanter Süße und angenehm weichen Malzaroma kam da zu Beginn ein sehr “süffiges” Bier ins Glas, was den ersten Durst schon einmal gut stillen konnte.

Craftprotz Digital Tasting 13: Frontaal AuthorEine große Stärke unseres Konzepts ist, dass wir immer versuchen die Menschen hinter den Bieren mit einzubeziehen, diesmal wurde es richtig international. Freek Willems von der niederländischen Brauerei Frontaal schaltete sich aus seinem Garten in Eindhoven dazu, um deren Witbier “Author” zu präsentieren. Ich bin wirklich kein Fan dieses Stils, der mir zu oft ins Seifige abgleitet. Hier wurde aber ein sehr hopfiger Fokus gewählt, Author wirkt daher schön fruchtig und frisch. Und Freek ist ein echter Charakter, hoffentlich wird das leider abgesagte Tap-Takeover beim Craftprotz bald nachgeholt.

Und weiter ging es international, wobei Patricia und Sergio von Totenhopfen definitiv zur Craftprotz-Familie gehören. Mit ihrem “Daily Nectar” New England Pale Ale stellten sie den Publikumssieger des Tages vor. Mit 4,6 % Alkohol sehr leicht, ist doch erstaunlich viel Körper vorhanden, dazu ganz viel frische Frucht, wenig Bitterkeit und ein sehr angenehmes Mundgefühl. Das war ein absolut verdienter Sieg!

Craftprotz Digital Tasting 13: Totenhopfen Daily NectarDanach durfte ich wieder ein etwas spezielles Bier präsentieren. Wir haben lange diskutiert, an welcher Stelle wir die “Oude Geuze” von Boon vorstellen wollen, letztendlich haben wir uns entschieden, sie nicht am Anfang, sondern zwischen den hopfigen und den malzigen Bieren einzusortieren. Wie ich finde, war das die absolut richtige Entscheidung, selbst wenn das Bier erwartungsgemäß polarisierte. Für mich ist diese Geuze immer noch ein prädestinierter Einstieg in den Bierstil, da er vergleichsweise harmonisch ist und wenig extreme Aromen sowie eine moderate Säure mitbringt.

Zum Abschluss gab es zwei dunkle Biere, wobei der Ayinger Celebrator Doppelbock insgesamt deutlich besser abschnitt. Es ist ein absoluter Klassiker der bayerischen Bierwelt und repräsentiert Weltklasseniveau.

Erstmals hatten wir am Ende ein Porter in der Verkostung, allerdings ein deutsches, kein “Original” aus Großbritannien. Die “Dunkle Materie” der Landgang Brauerei aus Hamburg überzeugte mit schönen Röstaromen und einer subtilen Rauchnote, konnte die Zuschauer am Ende aber nicht auf seine Seite ziehen.

Weiter geht es mit unseren Verkostungsabenden am Sonntag, 28. Juni, dann steht ein Spezialtasting zum Thema “Altbiere” auf dem Programm. Und wer gar nicht auf betreutes Trinken mit maximalem Distancing verzichten kann, dem lege ich die digitale Weinprobe vom Weingut Gehlen aus Trier-Tarforst ans Herz, die am Freitag, 12. Juni ab 19 Uhr stattfinden wird. Die Weinpakete kann man ab kommenden Donnerstag vor Ort abholen, alle Infos gibt es hier. Bis in vier Wochen!

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