Interview: Aus dem Trierer Bierfestival wird das TASTEival

Im Trierer Blesius Garten hat man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, wie in diesen Zeiten das traditionsreiche Bierfestival umgesetzt werden könnte. Aber schnell war klar, dass die siebte Auflage nicht einfach so ausfallen durfte, und so wurden monatelang die Köpfe zusammengesteckt und ein neuartiges Konzept entwickelt: Das Kraft Bräu TASTEival war geboren. Am kommenden Freitag und Samstag (9./10. Oktober) präsentieren sich zehn Brauereien den Gästen, die ein völlig neuartiges Format erwarten dürfen. Grund genug, sich mit den beiden Machern zu unterhalten.

Die Teilnehmer des Trierer Bierfestivals 2019

Inhaber Klaus Tonkaboni und Braumeister Sebastian Nguyen haben mit ihrem Team arbeitsintensive Wochen hinter sich, doch man kann jetzt schon sagen, dass sich die Mühen gelohnt haben. Das Festival wird in neuem Gewand stattfinden, das Programm steht und der Vorverkauf ist bestens gelaufen.

Klaus Tonkaboni (links) und Sebastian Nguyen bei der Eröffnung des Bierfestivals 2019

“Wir sind wirklich sehr zufrieden”, zeigt sich Klaus Tonkaboni erleichtert. “Die Tische der beiden Abendsessions waren blitzschnell und auch die Nachmittagsveranstaltungen haben ihr Publikum gefunden. Uns war wichtig, die Veranstaltung nur dann durchzuführen, wenn wir ein Konzept haben, das die Hygienevoraussetzungen vollends erfüllt und sich alle Beteiligten, das heißt die Gäste, Mitarbeiter*innen und Brauer*innen, absolut sicher fühlen können. Wir haben unsere Ideen von Beginn an mit dem Ordnungsamt abgestimmt und können guten Gewissens und bestens vorbereitet ins kommende Wochenende gehen.”

“Im Gegensatz zum klassischen Bierfestival, bei dem sich die Besucher zu den Ständen der Brauereien begeben, machen wir es diesmal umgekehrt”, ergänzt Kraft Bräu Braumeister Sebastian Nguyen. “Die Gäste bleiben an ihren Tischen, und wir bringen die Brauer*innen samt ihren Bieren gewissermaßen zu ihnen. Es wird also einen Tischservice geben, gleichzeitig werden die Biere live auf der Bühne präsentiert. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Tasting hat man hier also einen enormen Mehrwert, dass man nämlich alle Infos und bestimmt auch viele lustige Geschichten direkt von den Herstellern hört, dieser direkte Kontakt ist uns enorm wichtig.”

Überquell

Die Überquell-Gründer Patrick Rüther (l.) und Axel Ohm (Foto: Überquell)

Insgesamt zehn Brauereien wurden eingeladen, mehr waren aufgrund des zeitlichen Rahmens von drei Stunden pro Session nicht möglich. Das Trierer Bierfestival hat in der Szene einen ausgezeichneten Ruf, daher fiel es Sebastian ausgesprochen schwer, vielen interessierten Brauereien absagen zu müssen: “Es ist beileibe keine Selbstverständlichkeit in dieser Situation und ohne genau zu wissen, was wir genau vorhaben, sofort zu sagen, dass man auf jeden Fall dabei sein will. In den vergangenen Jahren sind rund um das Festival sehr enge Freundschaften entstanden, und wir versuchen auch immer, für die angereisten Brauereien ein schönes internes Programm zusammenzustellen. Dennoch konnten wir leider nur zehn Zusagen geben, die werden unseren Gästen aber auf jeden Fall einige spannende Biere mitbringen. Nächstes Jahr werden wir dann hoffentlich wieder in voller Stärke durchstarten können.”

Zuviel will ich an dieser Stelle noch nicht verraten, einige in Trier gute Bekannte wurden aber bereits angekündigt. Aus der Region kommen das Craftwerk aus Bitburg, Bach’s Braumanufaktur aus dem Saarland und Totenhopfen aus Luxemburg, die sich gemeinsam mit dem Craftprotz aus Trier präsentieren. Aus der Landeshauptstadt Mainz beehrt Kuehn Kunz Rosen das Festival, aus Hamburg kommen ÜberQuell und die Kehrwieder Kreativbrauerei nach Trier. Und einige Überraschungen sind noch in der Hinterhand!

Eins will Klaus Tonkaboni noch besonders betonen: “Wir alle wollen uns mit dem TASTEival für die Unterstützung unserer Gäste in den vergangenen Monaten bedanken, die unser Bier gekauft, unseren Take-away Service während der Schließung genutzt und uns danach auch wieder in so großer Zahl besucht haben.”

Tickets für die beiden Sessions am Freitag- und Samstagnachmittag gibt es noch bei Ticket Regional!

 

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