Biertest: Maisel & Friends machen Bier zu Kunst. Und umgekehrt.

Was macht eine gute Brauerei aus? Betrachtet man nur die Biere, dann ist eine konstant gute Core-Range von immer verfügbaren Bieren gleichbleibender Qualität meist der Schlüssel zum Erfolg. Aber ebenso spannend für Konsumenten wie Braumeister ist auch eine abwechslungsreiche Auswahl an saisonalen Spezialitäten und Spezialbieren, bei denen sich auch einmal künstlerisch austobt werden kann. Und Kunst ist gleich das Stichwort, denn bei Maisel & Friends hat man nun schon zum dritten Mal ein “Artbeer” gebraut, bei dem Braukunst und Street-Art zusammengeführt werden.

Maisel and Friends Hera - Artbeer 3

Für Core-Range und Specials hat man bei der Brauerei Gebrüder Maisel in Bayreuth eine besonders einleuchtende Aufteilung gefunden, denn unter der Traditionsmarke laufen die Klassiker mit der Maisel’s Weisse als Zugpferd, für die Spezialbiere wurde Maisel & Friends geschaffen. Wobei “Friends” hier durchaus wörtlich gemeint ist, denn für die Biere holt man sich gerne einmal Verstärkung ins Haus.

Maisel and Friends Hera - Artbeer 3Und diese Verstärkung muss nicht unbedingt direkt aus der Bierwelt kommen, wie die Artbeer-Reihe zeigt. Hier hat man sich mittlerweile schon zum dritten Mal mit Street-Art-Künstlern zusammengetan, um gemeinsam ein Bier zu entwickeln, bei dem sich ein kunstvoll gestaltetes Label und der Inhalt perfekt ergänzen. Hierfür hat Hera vom Künstlerduo Herakut aus Berlin das Etikett mit “Miss Hoppy” versehen, ein in Gelb und Rot gehaltenes Frauenporträt, bei dem ein Auge von einer Hopfendolde verdeckt wird. Dazu kommt der Schriftzug “you will be exactly as hoppy as you want to be”.

Nun, Hera hat sich auf jeden Fall entschieden, ordentlich hopfig zu sein. Mit Sorachi Ace, Callista, Ariana, Citra und Mosaic wurden fünf Hopfensorten verbraut, die einen ebenso selbstbewussten Charakter mitbringen wie die Hopfenlady auf dem Label. Geschmacklich bringen diese einen sehr frischen und fruchtigen Charakter ins Bier, mit viel Zitrusaromen und säuerlichen Früchten, die sehr gut in der moderaten, aber spürbaren Säure des Bieres aufgehen. Trotz des recht hohen Alkoholgehalts von knapp 7 Prozent und über 16 % Stammwürze wirkt das Bier leicht und spritzig, irgendwie spüre ich hier schon die ersten Frühlingsboten, die beim Blick aus dem Fenster noch weit entfernt scheinen.

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