Biertest Frau Gruber: Neues von den Hopfenmagiern!

Frau Gruber aus Gundelfingen an der Donau hat sich in rasender Geschwindigkeit einen exzellenten Ruf in der Craft Beer Community erarbeitet. Matthias Gruber und Enzo Frauenschuh gehören, was IPAs angeht, zur absoluten Spitzenklasse in Deutschland und zusammen mit Fuerst Wiacek aus Berlin zu den wenigen Brauern, die in diesem für Craft Beer so wichtigen Stil auch international mithalten können. Nun hat man zwei neue Biere am Start, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Frau Gruber Canned Heat & Thunderstorms and Neon Lights

Beklagen können sich Sonnenhungrige in diesem Jahr bislang nicht, hohe Temperaturen und laue Abende verlagern das Leben häufig nach draußen. Was passt da besser als ein leichtes und frisches Sommerbier, nach dem man nicht schon nach kurzer Zeit unter dem gelben Planeten außer Gefecht gesetzt wird. Die sogenannten Session-Biere mit wenig Alkohol sind hierfür perfekt, oftmals allerdings auf Kosten von Körper und Geschmack.

Frau Gruber Canned Heat & Thunderstorms and Neon LightsDass es auch anders geht, beweist das Canned Heat, ein Session Pale Ale mit schlanken 2,9 % Alkohol. Aus der schmucken Dose ins Glas gegossen bekommt man den Eindruck eines etwas hellen New England IPAs, das Bier ist milchig-trüb und man riecht gleich den frischen Hopfen heraus, gestopft wurde mit Amarillo, Citra und Centennial. Im Mund bestätigt sich der optische Eindruck, die Textur ist leicht cremig und vor allem am Anfang hat man durchaus das Gefühl, ein “normales”, durchaus kräftiges Pale Ale vor sich zu haben, das auch locker als IPA durchgehen würde.

Es ist beachtlich, wieviel Geschmack hier mit so wenig Alkohol in die Dose gebracht wurde. Vorne eher herb und trocken mit grasigen Noten, dann setzen sich immer mehr Grapefruit und Zitrus sowie tropische Früchte durch. Hinten verliert die Frucht dann etwas an Kraft und am Gaumen bleiben die ganz leicht bitteren Gras- und Kräuternoten hängen. Für mich mit diesem Alkoholgehalt ein ganz starkes Bier.

Frau Gruber Canned Heat & Thunderstorms and Neon LightsGewitter gab es ja zuletzt auch reichlich, von daher passt auch das Thunderstorms and Neon Lights bestens in diesen Sommer. Ein optisch wunderbares Imperial New England IPA mit dickem, saftigen Mundgefühl und schon vorne einer frischen Fruchtnote, die nach mehr verlangt. Man vergisst bei aller Süffigkeit schnell die 7,9 % Alkohol, die sehr moderate Bitterkeit tut ihr übriges, das Thunderstorms and Neon Lights zu einem schönen Begleiter für die letzten warmen Strahlen der Abendsonne werden zu lassen. Gehopft wurde mit Warrior, Chinook, Centennial and Simcoe Cryo Pellets, das Bier wirkt ausgewogen, dabei durchaus komplex und ausgesprochen lecker!

Beide Biere folgen dem neuen Markenauftritt von Frau Gruber. Zum einen wurden die 0,33 Literdosen durch den internationalen Standard 0,44 l abgelöst. Spendiert hat man den Bieren auch ein neues, modernes Design, das mir persönlich in diesen beiden Fällen ausgezeichnet gefällt. Ich bin wirklich immer wieder begeistert, mit welcher Konstanz und Frequenz Frau Gruber schöne IPAs auf den Markt bringt. Dabei wird das ganze Spektrum des Stils ausgereizt, um gar nicht erst den Verdacht der Langeweile aufkommen zu lassen. Jüngst angekündigt wurde aber ein kleiner Seitensprung, denn mit dem FrauGruberlicious bringt man am kommenden Montag das erste fruchtige Sauerbier auf den Markt. Ich kann meine Vorfreude kaum in Worte fassen!

Frau Gruber Canned Head & Thunderstorms and Neon Lights gibt es (noch) bei Edeka Haupenthal in der Saarstraße in Trier. Aber erfahrungsgemäß sind die Biere schnell vergriffen, der frühe Vogel fängt das Bier!

 

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