Biertest: BrewDog – There is no Planet B!

Es scheint noch nicht zu jedem durchgedrungen zu sein, aber (nicht nur) in Sachen Klimaschutz fahren wir unseren Planeten derzeit mit Karacho gegen die Wand. Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, hat sich BrewDog Verstärkung ins Boot geholt und mit den Nachbarn von Rettergut ein fruchtiges NEIPA eingebraut. “Planet A” ist eine gute und vor allem leckere Sache.

BrewDog Planet A 2

BrewDog hat zuletzt mehrfach Schlagzeilen gemacht, denn es tut sich einiges beim Urgestein aus Ellon in Schottland. In Deutschland brummt die von Stone übernommene Brauerei im Marienpark (derzeit natürlich ohne die riesige Gastronomie), es wurde angekündigt in Berlin und im Rhein/Main Gebiet zehn(!) weitere Bars zu eröffnen (die erste davon in Wiesbaden), und zuletzt zeigte sich der Braugigant umweltbewusst und verkündete, seit diesem Jahr Co2-negativ unterwegs zu sein und ausschließlich in nachhaltige Projekte und Initiativen zu investieren.

Den Worten folgten schnell Taten. Zusammen mit Rettergut wurde ein Bier gebraut, das vor dem Müll gerettete Aprikosen und Brot als Basis hat. Seit etwa einem Jahr produziert das ebenfalls im Marienpark ansässige Unternehmen Suppen, Aufstriche, Pestos, Schokolade und andere Leckereien, alles bio und aus geretteten Zutaten. Die Marillen fürs Bier kamen aus Österreich und wurden nicht aus der Supermarktmülltonne geborgen, sondern es wurden direkt vom Bauern auf dem regulären Markt unverkäufliche Früchte abgeholt.

Brewdog Planet A 1Planet A wurde am gestrigen Dienstag der interessierten Presse und Bloggerszene in einem Onlineevent live aus der Brauerei in Berlin präsentiert. BrewDog Deutschland CEO Marcus Thieme berichtete einiges über die Nachhaltigkeitsinitiative der Brauerei und Rettergut-Mitbegründer Stefan Prechtner erläuterte das Rettergut-Konzept. Braumeister Sebastian Feind hatte dann noch einige spannende Details zum Brauprozess des Hauptdarstellers zu ergänzen. Neben Brot und Aprikosen wurde Planet A mit Laktose eingebraut, was zum einen der cremigen Textur zugute kommt, und zum anderen beim Antrunk für eine spritzige Fruchtigkeit sorgt, was nach der sehr fruchtbetonten Nase einen überraschenden Akzent zu setzen vermag. Optisch ist das Bier ein Kracher, die typisch-trübe NEIPA-Optik passt toll zur intensiven Farbe – man erwartet eine richtige Saftbombe im Glas.

Dass Planet A dies allerdings nicht ist, finde ich gut so. Das Bier ist ausgewogen, natürlich mit sehr dominanter Frucht, aber auch einem angenehm hopfigen Finish, das eine feine Bitternote mitbringt. Der IPA-Charakter ist klar erkennbar, der gestopfte Citra-Hopfen kommt schön zur Geltung (im Heißbereich wurde Cascade verwendet). Mit 6,3% Alkohol ist Planet A nicht überladen. Ich war hoch erfreut, dass im Care-Paket aus Berlin noch eine Zweitdose zu finden war, denn Planet A schmeckt nach mehr. Und immer dran denken: Unser Planet A ist die einzige Welt mit Bier, denn “There is no Planet B!”

Werbung da Markennennung, danke an BrewDog für das kostenfreie Sample.

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