Bierszene Berlin: Sehnsucht nach der Hauptstadt

“Ich will nicht nach Berlin” sangen Kraftklub vor einigen Jahren, doch für mich ist die Hauptstadt fast schon eine zweite Heimat geworden. Ich habe in der lebendigen Bierszene viele Freunde gewonnen, manch alten Kumpanen hat es aus Trier oder Koblenz an die Spree verschlagen. Ich habe meine Entdeckungen immer wieder einmal auf meinem Reiseblog treverer.com veröffentlicht, im vollen Bewusstsein, dass gerade in Berlin nichts beständiger ist als der Wandel. Und weil ich gerade ziemliche Sehnsucht habe, will ich euch das hier nicht vorenthalten. Der Link führt zum Artikel, als besonderen Service gibt es die Infos hier noch einmal in komprimierter Form.

BRLO Brwhouse Berlin

BRLO Brwhouse

Teil 1: Zu Besuch in der Bierhauptstadt (April 2015)

Schon über fünf Jahre ist es her, aber die damals von mir beschriebenen Orte gibt es tatsächlich immer noch. Einige gehören zu meinen absoluten Favoriten, die ich zuletzt im Februar auf meiner bislang letzten Reise wieder besucht habe. Ein Besuch in der Markthalle 9 gehört zum kulinarischen Pflichtprogramm, und ein paar Biere bei Heidenpeters gönne ich mir eigentlich immer. Ich gehe gerne um die Mittagsstunden hin, weil es da noch schön ruhig ist, auch der Streetfood-Abend am Donnerstag lohnt sich auf jeden Fall. Ein weiterer Dauerbrenner für mich ist das Hops & Barley in Friedrichshain. Hier gefällt mir die traditionelle Ausrichtung der Biere sehr gut, doch neben den Klassikern Hell, Dunkel und Weizen gibt es immer spannende Spezialbiere zu entdecken. Vor allem in den späteren Abendstunden lande ich doch ab und an im Hopfenreich in Kreuzberg, eine dann laute und hipstereske Bar, die zu den Urgesteinen der Berliner Craft Bier Szene gehört. Das Brauhaus Lemke habe ich zuletzt im Rahmen der sehr empfehlenswerten Berlin Food Tour besucht; bei Eschenbräu und Vagabund bin ich tatsächlich seit fünf Jahren nicht mehr gewesen (Notiz ist gemacht).

Mikkeller Bar Berlin

Mikkeller Bar

Teil 2: Die Stadt der Craft Beer Tempel (Februar 2018)

Die Auswahl an Etablissements aus diesem Bericht gehören immer noch zum typischen Ablauf eines jeden Berlinwochenendes. Meine Homebase ist eigentlich immer Friedrichshain, wo ich mich sehr wohl fühle, wo viele Freunde leben und wo das Protokoll ist. Für mich ist das Protokoll immer noch die perfekte Bar mit 22 geilen Bieren am Hahn, aber vor allem ohne jede Geek-Attitüde. Craft Beer for the People im allerbesten Sinne. Was habe ich hier schon für Unsinn mit Rentnern aus der Nachbarschaft gequatscht, die große Freude an einem klassischen Hellen aus Franken hatten. Tolle Leute vor und hinter der Bar, hier passt es einfach und bei der Auswahl meiner Unterkünfte rücke ich irgendwie immer mehr in die Nähe … Auch geil, aber ganz anders geil ist das Muted Horn. Die Bierauswahl ist für einen Fan von Weltklasse-Sauerbieren absolut unerreicht, entsprechend trifft sich hier die internationale Bierszene am konzentriertesten. Besitzer und Team sind  enorm freundlich und kennen sich extrem gut aus, was schon die erlesene Flaschenkarte zeigt.

Mein Tagesprogramm beginnt aufgrund der recht frühen Öffnungszeiten allerdings meistens bei Brewdog-Mitte und von dort dann zur Mikkeller Bar, auch hier finden Bierliebhaber eigentlich immer ein paar ausgezeichnete Tropfen. Im Bericht habe ich noch über Stone Brewing geschrieben. Wer dort hinfährt, dürfte sich wundern, dort jetzt das Brewdog-Schild zu finden. Stone hat sich mit der doch recht abgelegenen Location bekanntermaßen etwas übernommen und die Freunde aus Schottland haben gleich zugegriffen. Dort bin ich seitdem noch nicht gewesen, aber die Location soll immer noch atemberaubend sein. Stone selbst hat jetzt noch einen kleineren Pub in Mitte, in dem ich mich sehr wohl fühle. Regelmäßiger Gast bin ich außerdem immer wieder im Straßenbräu, ebenfalls in Friedrichshain, wo man gemütlich zwischen den Kesseln sitzen kann, in denen tagsüber noch gebraut wurde.

Muted Horn Berlin

Muted Horn

Teil 3: Die Stadt der Craft Beer Tempel (April 2018)

Im dritten Teil habe ich einige Fäden der vorangegangen Guides noch einmal aufgegriffen, aber es gibt einige spannende Neuentdeckungen zu verzeichnen. Die Biererei war mir schon als Shop bekannt, mit der Bar in der Oranienstraße hat man nun noch einen Ort geschaffen, der selbst für Biernerds sehr viele spannende Biere bereithält, selbst wenn man dafür in die angegliederte Lagerkammer voller Kostbarkeiten muss. Einen Besuch wert ist definitiv die Heimat von BRLO, die mit einem sehr schönen Biergarten und einer aus Containern gebauten Location punktet. Die vegetarische Küche ist vorzüglich, und ich kann das kleine Foodpairing mit vier Bieren nur empfehlen. Nur kurz habe ich bislang bei Two Fellas in Pankow hereingeschaut, hier lohnt sich ganz sicher noch ein intensiverer Blick.

Biererei Berlin

Biererei

Teil 4 war eigentlich schon fast geschrieben und hätte sich unter anderem mit dem Beereau und dem Labor beschäftigt, aber leider haben beide Bars ihre Pforten mittlerweile geschlossen. The Castle gibt es zum Glück noch und das sogar zweimal, einmal in Friedrichshain als Taproom des Braukunstkellers und einmal in Mitte. Auch den Bräugier Brewpub im Prenzlauer Berg konnte ich bislang noch nicht besuchen. Lange wird es sicher nicht mehr dauern, bis ich aus Berlin Neuigkeiten berichten werde.

Kommentar hinterlassen zu "Bierszene Berlin: Sehnsucht nach der Hauptstadt"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*